Mit dem Postauto geht's über den Ofenpass nach Valchava (Talmuseum). Durch das Dorf gelangen wir zu den aus der Frühzeit des Tales stammenden Kalkbrennöfen (romanisch chalchera). Nun biegt der Weg ins Val Vau ab. Vielleicht begegnen wir in Hexenkreisen angeordneten Fliegenpilzen. Nach knapp einer Stunde zweigt der Weg links ab, quert die Aua da Rims und windet sich steil im Zickzack zum Lai da Rims hoch. Still und glasklar liegt der See da. Nur ungern beenden wir die Rast und steigen, teils steil, in die Lücke zwischen Piz Umbrail und Piz Chazfora hoch. Der Rest des Weges ist nun klar einsichtbar: nach einer knappen Viertelstunde erreichen wir den Gipfel des Piz Umbrail. Der Blick schweift von der Bernina zu den Oetztalern, im Mittelpunkt der Ortler, im Vordergrund das Stilfserjoch. Der Abstieg folgt dem Weg des Aufstiegs. Wir verfolgen den Weg aus dem Val Vau aber bis Sta. Maria.